Du hasst Fußball? Dann ist 1860 München genau dein Verein!

Wer kennt das nicht. Kaum nimmt jemand das Wort Fußball in den Mund, schon schalten einige gedanklich ab, gehen mit den Hunden Gassi oder teilen latent passiv aggressiv mit, dass sie sich für Fußball ja gar nicht interessieren oder maximal EM und WM gucken. Für einen Blogger dann gar nicht so einfach, diese Leser bei der Stange zu halten, wenn es um dieses Thema geht. Aber die jüngste Geschichte des Traditionsverein TSV 1860 München ist so kaputt und daneben, dass sie auch für den größten Antifußballer immer noch beste Unterhaltung bietet. Weil es gar nicht wirklich um Fußball geht. Sondern um den wohlmöglich unfähigsten Milliardär, den man zwischen Bayern und Jordanien je gesehen hat. Von daher: Liebe Fußballhasser, nicht die Augen verdrehen, nicht weglaufen… gebt dem TSV 1860 München eine Chance. Denn dort hassen sie Fußball genau so sehr wie ihr ihn hasst.

Um das kollektive Versagen dieses Vereines besser erklären zu können, will ich gleich etwas weiter ausholen. Für die, die sich mit Fußball auskennen, wohlmöglich nun also erstmal ein alter Hut. Aber ich will ja auch die Fußballhasser unterhalten. Also…

Bis vor knapp 15 Jahren war dieser Verein ein Verein wie alle anderen auch. Die sogenannten „Löwen“ spielten in der Bundesliga, rühmten sich einer langen, meist erfolgreichen Tradition und scharten Leute um sich, die auf der Suche nach Identifikationsfiguren waren. Damals war das im Fußball noch so. Die, die nichts mit Fußball anfangen konnten, waren hervorragend in der Lage, den Fußball einfach zu ignorieren und eine graue Maus wie 1860 München zu ignorieren, fiel damals noch besonders leicht.

Nun gibt es heutzutage zwei Möglichkeiten, die Geschicke eines Vereines zu leiten. Die traditionelle, wie man sie seit Jahrzahnten kennt – oder aber das amerikanische Modell einer Franchise-Liga. Dort ist Sport nur das Instrument des Marketings, es geht den Vereinsbesitzern hauptsächlich ums Geld verdienen. Der Sport wird vermarktet, omnipräsent platziert und es geht nur um die großen Fleischtöpfe der Fernseheinnahmen und um Werbeträger, die ihre Werbung medienwirksam schalten wollen. Vor allem in England haben diese marketingorientierten Investoren irgendwann auch den Fußball für sich entdeckt. Bekanntestes Beispiel ist wohl der russische Gazprom-Oligarch Roman Abramovich, der den bis dahin maximal mittelprächtig talentierten Verein FC Chelsea London aufkaufte und hunderte von Millionen Euro rein investierte, damit man dort erfolgreich würde. Das Geld hat er vermutlich inzwischen längst wieder eingespielt, denn die Geschicke des Vereins kann der unbedarfte Fan sogar noch in der inneren Mongolei verfolgen und Trikots und Schals machen nicht mal vor Inseln wie Niue oder den Niederländischen Antillen halt.

Sportler aus Niue

Nun ist Fußball halt nun mal eine Kiste mit ziemlicher Tradition und entsprechend lang gewachsenen Verbandsstrukturen. Das bedeutet für die Investoren, dass sie – wenngleich sie in England kaum noch Tabus in Sachen Geldverdienen kennen – immer noch nicht so können wie sie wollen. Vor allem sportlicher Abstieg ist natürlich ganz mies fürs Investment. Welcher Inder oder Fidschianer kauft sich schon ein Trikot von einem Zweitligist, den man nicht mal im Fernsehn sieht und der keine Stars/Statussymbole hat? Und wie hätte es anders sein können, in Deutschland ist es für Investoren noch einmal viel viel uninteressanter, so einen Verein aufzukaufen.

Grund dafür ist die sogenannte 50 +1-Regel, die es verbietet, dass eine einzelne Firma oder eine einzelne Person mehr als 50 % an einem Verein besitzen darf. Die Regel ist dazu da, die Tradition der Vereine zu erhalten. Die Wirtschaftlichkeit eines Vereines ist dem Verband besonders wichtig, es gibt entsprechend ein hartes Lizenzverfahren, welches Vereine bestraft, die über ihren Verhältnissen leben. Letztendlich ist 50+1 eine überraschend sehr fanfreundliche Investmentbremse. In Deutschland nimmt man die soziale Rolle eines gemeinnützigen Vereines ernst. Vereine sind dazu da, einer großen Menge an Menschen ein Fundament für soziale Aktivitäten zu bieten. Wissend, dass ein Investor, der seines Investment überdrüssig geworden ist den Verein mit einem Rücktritt vom Amt damit in die sichere Insolvenz treiben würde, schützt man so die Institution Verein im Sinne seiner Mitglieder.

Natürlich gibt es dennoch Investoren, die diese Vereine mit viel Geld unterstützen. Aber sie können eben nicht alleine über die Geschicke verfügen, es wird immer andere investoren, ein Management, einen Aufsichtsrat, ein Präsidium etc. geben, die einem Investor gehörig in die Suppe spucken könnten, wenn sie denn wollten. Selbst wenn die meisten Fußballabteilungen im Profibusiness ausgegliederte Firmen sind, sind dies immer noch Firmen, die einem Verein gehören.

Das ist letztendlich auch der Grund, warum die Abramovichs dieser Welt um die deutsche Bundesliga einen weiten Bogen machen. Man muss mindestens 20 Jahre Investor eines Vereins zu sein, bevor man die 50+1-Regel umgehen kann und mehr Anteile erhalten darf. Daran haben die Investormogule natürlich überhaupt kein Interesse. Es soll ja schnell gehen. Aber natürlich gibt es irgendwo immer wieder doch einen unbelehrbaren. Und damit kommen wir – endlich – zu 1860 München.

Löwenfans

Anfang dieses Jahrzehnts ging es dem Verein bereits nicht sonderlich gut. Vor Jahren war man bereits in die zweite Liga abgestiegen und hing dort irgendwie fest. Der Präsident des Münchener Clubs und Träger des Bundesverdienstkreuzes, Karl Heinz Wildmoser wurde im Zuge illegaler Spielergehälterauszahlungen gerade wegen Steuerhinterziehung zu einer Strafe von 27.000 Euro verurteilt und trat von allen Ämtern zurück. * Der Verein war knapp vor der Insolvenz, im Lizensierungsverfahren wurden bereits zwei Punkte abgezogen. Zudem durfte man seit einigen Jahren nicht mehr im heimischen Stadion an der Grünwalder Straße spielen, da das Stadion keine Zulassung für die erste und zweite Liga erhielt. So baute man zusammen mit dem Erzrivalen Bayern München gemeinsam ein Stadion, die Allianzarena. Als baldiger Zweitligist musste man seine Anteile leider für 11 Mio Euro an die Bayern verkaufen und zahlte seitdem eine hohe Miete dafür, seine Spiele gefühlt vor einer Geisterkulisse bestreiten zu müssen. Letztendlich trat Geschäftsführer Stoffers sogar zurück, weil er eben jenen Vermieter um die Kosten von Cateringkosten verklagte und verlor.

(*Hätte Wildmoser geahnt, dass wenige Jahre Später der Präsident des konkurrierenden Vereins Bayern München, ein gewisser Uli Hoeneß ebenfalls wegen Steuerhinterziehung dreieinhalb Jahre ins Gefängnis musste und zusätzlich 30 Millionen Euro an den Staat zurück führen musste, nur um sage und schreibe eineinhalb Jahre später wieder in Amt und Würden zu sein, sich darüber beschwerend, dass man ihn nicht frei gesprochen habe… Wildmoser hätte sich das mit dem Rücktritt noch einmal gut überlegt… So kann man sagen – und für diesen Satz komme ich vermutlich direkt in die Hölle – dass Karl Heinz Wildmoser zumindest etwas mehr Integrität hatte als Uli Hoeneß…)

Wildmoser und Gäste

Doch da war sie. Die Rettung. Ein Großinvestor aus Jordanien. Hasan Ismaik, der Mann mit dem Gebrauchtwagenhändlercharme. Über seine Firma HAM International Limited in Dubai über Ölgeschäfte zum Milliardär geworden, öffnete seine Investmentschatulle und zahlte 18,4 Mio Euro sowie ein Darlehen über 5,4 Mio Euro, um den Verein vor der Insolvenz zu bewahren. Ihm gehörten dadurch sogar 60 % des Clubs, aber wegen 50+1 Regel hatte er im Verein nur das altbekannte Stimmrecht von 49 %. An der Stelle sei erwähnt, dass das ganze Geschäft schon damals erst im dritten Anlauf von der DFL Lizensierungsbehörde genehmigt wurde.

Aber Ismaik wusste natürlich genau, dass der Verein nun von ihm abhängig war. Und die 18,4 Mio sollten eine Investition in die Zukunft sein, um irgendwann das Geld über Werbung und Trikotverkäufe auf Vanuatu oder den St. Kitts & Nevis-Inseln wieder rein zu bekommen. So wurde kurz danach bereits freudig verkündet, er wolle den Verein innerhalb von drei Jahren zurück in die Bundesliga bringen und am besten gleich in die Championsleague.

Schon bald stellten sich aber die ersten Probleme ein. Ismaik wollte mitbestimmen. Überall. Auch im sportlichen Bereich. Und wenn Ismaik von einer Sache nicht den Hauch einer Ahnung hatte… dann war es Fußball. So öffnete er ein ums andere mal die Geldbörse für altgediente, große Namen des Fußballs, ohne darauf zu achten, ob diese überhaupt zum Verein oder in diese Liga passten. Auf der anderen Seite feuerte der Verein jeglichen Trainer beim kleinsten Zeichen von Misserfolg. Und auch das Management wechselte ständig. Vor allem mit Präsident Schneider liefert er sich einen Kleinkrieg und will ihn koste was es wolle loswerden. Sportlich wurde das Team immer schlechter, weil die stete Unruhe im Verein den Spielern irgendwie zu Kopf stieg.

Bestes Beispiel aus dem Jahr 2014, wo bereits zu Saisonbeginn gleich vier Spieler in die zweite Mannschaft degradiert, weil sie nach einer 0:3 Niederlage gegen Leipzig sich ins Münchener Nachtleben geworfen haben und dabei kräftig über den Verein gelästert haben. Einer davon war ein gewisser Julian Weigl, heute Nationalspieler und feste Größe beim Championsleague-Teilnehmer Borussia Dortmund. Wobei man zu Ismaiks Verteidigung sagen muss, dass sich der Trainerjob bei 1860 schon vorher arg Schleudersitzverdächtig präsentierte. 2004 zum Beispiel verkündete Vizepräsident Hans Zehetmair die Entlassung von Coach Falko Götz, ohne zuvor mit dem Coach, dem Präsidenten Karl Auer oder der Geschäftsführung gesprochen zu haben, was den Rücktritt Zehetmairs zur Folge hatte.

Im Jahr 2015 stieg der Verein letztendlich um ein Haar in die dritte Liga ab, sie mussten zwei Relegationsspiele gegen Holstein Kiel spielen und gewannen das zweite Spiel mehr als Glücklich durch ein unverdientes, einer Flipperautomaten ähnelndes Tor in der Nachspielzeit.

Ismaik (Mitte)

Zwei Jahre später hatte die Situation sich nicht gebessert. Ismaik hatte seine Investition inzwischen auf angeblich bis zu 60 Mio Euro anwachsen lassen. In den 6 Jahren des Wirkens des Jordaniers wurden 15 mal die Trainer gewechselt, zudem sollte für eine kurze Zeit das Team von gleich zwei Trainern trainiert werden, weil Ismaik unbedingt den Trainerstar Sven Göran Eriksson dabei haben wollte. Dieser sagte aber kurze Zeit später ab. Zu den 15 entlassenen Trainern kommen zwei Geschäftsführer Abteilung Sport, vier Präsidenten, vier Vizepräsidenten, ein sportlicher Leiter, vier Geschäftsführer und fünf Sportdirektoren! Im Herbst ermittelte die DFL gegen die Löwen wegen möglicher Verstöße gegen die 50+1-regel und Ismaik sperrte jegliche Presse aus, weil diese offensichtlich Fake News veröffentlichen würden. Es fiel tatsächlich sogar das Wort „Lügenkampagne“. Der Verein war inzwischen wieder in arge Abstiegsnöte geraten und hatte deswegen einen Weltstartrainer und einen neuen Weltstarmanager verpflichtet. Beide hatten überhaupt keine Erfahrung mit der zweiten Liga, noch waren sie der deutschen Sprache mächtig, aber Ismaik wollte sie unbedingt haben. Da der Jordanier mit der Leistung des Teams überhaupt nicht zufrieden war, kündete er auch bereits einen radikalen Schnitt an. Die meisten Spieler erhielten daher keinen Vertrag für die Folgesaison.

Es folgte der Supergau. Am letzten Spieltag fallen die Löwen auf Platz 16 hinab und müssen so in die Relegation gegen Jahn Regensburg. Das Hinspiel dominiert Regensburg und müsste eigentlich haushoch gewinnen, aber irgendwie erschummelt sich 1860 mal wieder ein Tor und so geht es mit einem 1:1 ins Rückspiel. Jetzt würde den Löwen ein 0:0 zum Klassenerhalt sogar reichen.

Tatsächlich schauen sich 60.000 Zuschauer in der Allianz-Arena dieses Rückspiel an. Und sie erleben den vielleicht blutleersten Auftritt einer Fußballmannschaft seit Erfindung des Balls. Die Oberpfälzer gewinnen mit 2:0 und den Löwenspielern ist es egal. Die Fans randalieren, brüllen mit Megafonen Sätze wie „Kämpft, ihr beschissenen Versager“ in TV-Mikrophone und sorgen für eine 15-Minütige Spielunterbrechung, weil sie Sitzschalen und Metallstangen auf den gegnerischen Torhüter werfen… und es ist den Spielern egal. Einziges Mittel der Beruhigung ist eine Notiz auf der Anzeigetafel, auf der „Reißt euch z’sam“ steht. Und so geht es weiter. Der Manager hat bereits am Morgen vor dem Spiel seinen Rücktritt erklärt, der Präsident gibt im Moment des Abpfiffes per SMS seinen Rücktritt bekannt. Der Manager ist bereits 8 Wochen nach Einstellung wieder geflohen und noch nicht ersetzt worden. Der Verein ist komplett führungslos. Die Spieler stehen nach Spielende in der Kabine und niemand ist da. Sie sagen sich zwei Minuten lang tschüss und gehen nach Hause, wissend dass sie nun Arbeitslos sind. Und sind damit noch gut bedient, vergleicht man es mit den üblichen Praktiken des Präsidenten, seine Leute zu verabschieden. Als vor einigen Jahren eine Dame aus dem Sekretariat ihren Ausstand gab, verbot der Präsident den Mitarbeitern das essen von Kuchen, da dies nur überflüssige Arbeitszeit kosten würde…

Kuchen

Der Club aus dem Münchener Stadtteil Giesing benötigt allerdings keinen Sport und keine Spieler, um unfassbare Geschichten zu schreiben. Da Ismaik noch im September davon sprach, bald in der Championsleague zu spielen, hatte sich mit der dritten Liga keiner so wirklich Gedanken gemacht. Im Zuge der Lizensierung für die dritte Liga wurde bald klar: Der Verein muss irgendwie 15 bis 20 Mio Euro aufbringen, um überhaupt dritte Liga spielen zu können. Ein klarer Fall für den Öl-Multi. Dieser jedoch verknüpft die Zahlung solch einer Summe an (noch) mehr Machtbefugnisse im Verein. Befugnisse, die eindeutig gegen die 50+1-Regel verstoßen und entsprechend vom Verein nicht akzeptiert werden können. Ismaik verweigert eiskalt die Zahlung und so geht es für 1860 gleich zwei Ligen runter. Der Jordanier hat danach sogar noch die Eier, sich via Facebook als Löwenfan hin zu stellen, der dem Verein die Schuld an dieser Entscheidung gibt und fordert alle Löwenfans auf, ihn zu unterstützen. Gleichzeitig verkündet Ismaik, dass er nun gegen die 50+1-Reglung klagen will, um diese abzuschaffen. Die Löwen brüskieren sogar den DFB in dem sie ankündigen, dass sie die Lizensierung für die 3te Liga nicht erfüllen können und so der SC Paderborn in der Liga bleibt. Eine Mitteilung, die normalerweise der DFB heraus gibt, nicht der Verein. Und vor allem nicht zwei Wochen vor dem Termin für solche Verkündungen.

Tatsächlich gilt diese 50+1-Reglung auch für die vierte Liga, in die die Löwen nun absteigen müssen. Aber Ismaik will sein Investment natürlich nicht einfach so in die Tonne werfen, was er auch (vor allem) öffentlich so bekannt gibt. Einzig, der Verein scheint langsam genug von Ismaik zu haben. Sie wählen einen neuen Übergangspräsidenten, genau den Mann, der vorher Ismaik in den Gesprächen erklärt hat, dass sie seinem Wunsch nach mehr Macht im Verein nicht nachkommen wollen. Eben jener Neupräsident Robert Reisinger lässt auch gleich mal einen neuen Geschäftsführer wählen. Dieser wird Markus Fauser, ein Experte für Insolvenzverfahren. Und damit genau die Person, die Ismaik zuvor als absolutes No-Go bezeichnet hat. Dessen Vorschläge für den neuen Geschäftsführer werden allesamt abgelehnt. Ismaik reagiert über ätzende Verlautbarungen über Facebook und versucht wieder, die Löwenfans auf seine Seite zu bringen, man möge doch diese Vereinsführung stürzen…

Löwen in München

Tatsächlich deutet vieles darauf hin, dass der Verein nun irgendwie Ismaik los werden will und Ismaik sieht natürlich seine aber Millionen von Euro, die er investiert hat flöten, ohne auch nur einen Euro zurück bekommen zu haben. Natürlich verkündet er in der Presse, dass er nicht vorhabe, seine Anteile zu verkaufen. Doch da 1860 nun einen gelernten Insolvenzverwalter zum Geschäftsführer gemacht hat, liegt der Gedanke natürlich nah, dass sie nun versuchen, über eine Insolvenz dieses Jordaniers endgültig habhaft zu werden. Man könnte fast vermuten, dass dieser Blog fast etwas zu früh kommt. Denn ein Verein, der so schlecht geführt ist, dass diverse Internetseiten schon ein 1860-Quiz anbieten, bei dem man raten kann, was und was nicht bei 1860 passiert ist, hat das Potential für noch mehr Geschichten. Aber wie man an der Länge dieses Blogs sieht, langt ja auch das schon aus, um viele Seiten an Text zu füllen. Und dabei wurde noch gar nicht erwähnt, dass Imsaik überlegt hatte, den Löwen ein neues Stadion mit beiliegendem Zoo zu bauen. Einem Zoo, der ausschließlich unterschiedliche Löwenarten beheimatet hätte. Nun gibt es dafür Viertligafußball vor vermutlich um die 2000 Zuschauer in einem Stadion für 75.000 Zuschauer. Denn die Allianz Arena AG hat bereits klar gemacht, dass die Mietverträge der 60er bis in die C-Klasse Gültigkeit hätten.

Vorerst abschließend kann man sagen, dass es in dieser ganzen Geschichte eigentlich nur einen Verlierer gibt. Den eigentlichen Löwenfan. Dessen Verein, der Pokalsieger von 1942 und 1964, dem Finalist im Europapokal von 1965 und dem deutschen Meister von 1966 zum Spielball eines Großinvestors wurde und so nun in der absoluten Bedeutungslosigkeit verschwindet. Der schon vorher, jetzt aber mit Sicherheit zum Gespött der ganzen Fußballwelt geworden ist. Mein Mitleid jedoch hält sich in Grenzen. Sie haben sich den teuflischen Scheich eingekauft, nun müssen sie eben den Preis für den Verkauf ihrer Seele zahlen. Und eigentlich ist es auch mal schön zu sehen, dass so ein Investmentspiel mal bitterböse in die Hose gehen kann. Vielleicht passiert das ja auch noch einigen anderen und irgendwann hat man auf einmal seinen Sport zurück… aber da kommen wir wieder in Daniels Utopia. Kommen wir also lieber zum Ende. 😉
Bis zum nächsten mal.
Euer Dannimax.

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