Dannimax goes Cinema: Heute: Natürlich Star Wars VIII.

Wenig überraschend habe ich mir gestern das „Pflichtprogramm“ für jeden Sci-Fi-Fan gegönnt. Für „die letzten Jedi“ im englischen Original ging mein Weg also ins Broadway-Kino, bisher noch erfreulich ungespoilert. Lediglich an den Reaktionen bisheriger Facebookposter konnte ich vermuten, dass es wohl ein guter Film sein könnte, aber scheinbar auch einige Fragen aufwarf, die die jeweiligen Zuschauer zum Qualitäts-Grübeln brachte. Auf diese will ich eingehen… aber natürlich nicht ohne eine vorherigen Spoilerwarnung!!!!

Und es stimmt, ist es tatsächlich nützlich, wenn man eine Nacht drüber schläft. Weil man dann vermutlich erkannt hat, wie großartig dieser Film ist. Viele Kritiker meinten bisher, dass man den Film tatsächlich zweimal gucken muss, um ihn richtig erfassen zu können. Denn tatsächlich hat Star Wars – die letzten Jedi für einen Star Wars Film eine ungewohnt tiefgründige Story. Da der Film mit 152 Minuten Länge einen ziemlichen Leinwandwälzer darstellt, ist es auch gar nicht so einfach, den Film storytechnisch zusammen zu fassen. Auch sind die in Episode 7 noch so kritisierten Kopie-Momente weitesgehend ausgeblieben oder gut versteckt worden. Reys Gang in diese Grotte hatte Luke schon auf Dagobar hinter sich gebracht und der Salzplanet erinnerte auch ziemlich an die Schlacht von Hoth in „Das Imperium schlägt zurück.“ Zudem war die Unterhaltung von Rey und Kylo schon fast eine Homage an Teil 6 und das Gespräch von Luke und Vader auf dem Weg zum Imperator.

Zumindest auf Rebellenebene ist die Handlung des Films dann erschreckend schnell erzählt. Die Rebellen flüchten vor den Imperialen… Jetzt mag man an mancher Stelle vielleicht das ungute Gefühl bekommen, dass diese Story auf 152 Minuten zu Boyhood oder Moonlight-ähnlicher Langweile führen könnte, aber tatsächlich ist diese Geschichte durchgehend spannend erzählt. Denn natürlich steckt mehr dahinter. Denn die Rebellen stellen schnell fest, dass sie von der Regierung auch durch den Hyperraum verfolgt werden können und entsprechend nicht wegrennen können, bzw. ihnen irgendwann der Sprit ausgehen wird und sie dann irgendwann einfach abgeschossen werden. Und auf der Suche nach einer Lösung des Problems stellt sich bald eine grundsätzliche Frage – an welcher Stelle ist man bereit, Opfer einzugehen und an welcher Stelle geht es nur noch darum, eben jene zu vermeiden. Diesen Konflikt streiten Oscar Isaac in seiner Rolle als Poe Dameron und die inzwischen verstorbene Carrie Fischer als Leia Organa, bzw. Laura Dern als deren Stellvertreterin Amilyn Holdo aus. Damerons Opferbereitschaft ist dahingehend sehr hoch, so verpulvert er zum Beispiel sämtliche Bomberschiffe der Rebellen, um ein recht gefährliches Schiff in die Luft zu jagen, was Leia gar nicht passt, da man stattdessen auch einfach hätte flüchten können und so mehr Menschen hätte retten können. Dieser Konflikt spitzt sich später auch immer weiter zu, je aussichtsloser die Situation für die Rebellen wird.

Diese haben sich, wissend, dass sie im aktuellen Zustand nicht fliehen können quasi eingeigelt und verlassen sich ganz auf ihre immer schwächer werdenden Schutzschilde, während die Galaktische Flotte stetig auf sie einschießt. Natürlich verselbstständigen sich die Ideen der jeweiligen Crewmitglieder, wie man wohl am besten aus diesem Dilemma kommt. So will zum Beispiel Finn, wieder gespielt von John Boyega das Schiff verlassen, um die angehende Jedi und Heldin vom letzten mal, Rey (Daisy Ridley) zu finden, darauf hoffend, dass ihre Kräfte – beziehungsweise die des gesuchten Luke Skywalker dazu dienen, die Situation zu lösen. Er kommt nicht mal bis zur Notkapsel, da er von der niedlichen Rose Tico (Gespielt von Kelly Marie Tran) aufgehalten und mit einem Elektrostunner erst einmal zur Vernunft gebracht wird.

Auch an dieser Stelle wird das Thema „Heldenmut“ aufgegriffen. Während Rose in Finn einen Helden sieht, ging dieser eigentlich wieder seinem Impuls nach, sich aus dem Staub zu machen. So ist es an Rose, ihn quasi daran zu erinnern, was einen Helden ausmacht. Darüber freunden sich die beiden auch an und finden so sogar eine andere Lösung. Irgendwie kommen sie dahinter, wie es sein kann, dass das Rebellenschiff getrackt wird. Um das zu verhindern, muss man auf das Gegenüberliegende Schiff und das entsprechende Tracking device deaktivieren. Dazu brauchen sie nur einen Hacker, den sie irgendwie besorgen müssen. Sie weihen Po Dameron in ihre Pläne mit ein, um irgendwie vom Schiff zu kommen, wissend, dass Leia und Holdo dem wohl nicht zugestimmt hätten – weil: zu hohes Risiko.

Finn und Rose können zwar trotz widriger Umstände eines dekadenten Polizeistaat-Casino-Planetens den Hacker organisieren, leider entpuppt sich Hacker „Dj“ (gespielt von Benicio del Toro) allerdings als opportunistischer Drecksack und verrät die beiden, als es kritisch wird. Da auch Po das Scheitern über ein Comsignal quasi live miterlebt und er die Untätigkeit von Holdo nicht mehr ertragen kann, meutert er sogar und will das Kommando übernehmen. Der Versuch scheitert aber, immerhin erkennt er aber so, dass Leia und Holdo ganz eigene Pläne hatten, die Sache zu lösen. So wollten sie das Schiff unbemannt zurück lassen und durch einen Kniff unbemerkt eine nahegelegene alte Basis auf dem Salzplaneten Crait anfliegen. Durch DJs Verrat werden sie aber entdeckt und eine Fluchtkapsel nach der anderen abgeschossen. Wiederum braucht es ein Opfer in Form von Holdo, welche das leere Mutterschiff auf Kollisionskurs sendet, um wenigstens einige Überlebende in Crait unter zu bekommen, zudem können so wenigstens Rose und Finn aus der Gefangenschaft entfliehen und zurück zu den anderen gelangen. Aber auch dort sieht die Lage nicht sonderlich rosig aus. Auch hier ballern die galaktischen einfach alles zusammen was sich bewegt und letztendlich werden die Rebellen tatsächlich auf eine Hand voll Personen reduziert. Doch es wäre nicht Star Wars, wenn nicht doch noch überraschend die Rettung daher kommt.

Diese Rettung ist der zweite Handlungsstrang von Star Wars. Schon im letzten Teil waren Rey und Wookie Chewbacca (Diesesmal abwechselnd gespielt von Peter Mayhew und dem 2,09m großen, finnischen Basketballnationalspieler Joonas Suotamo) auf dem Planeten Ahch-To angekommen, um die „Legende“ Luke Skywalker davon zu überzeugen, sein Exil aufzugeben und zu helfen, das galaktische Imperium zu vernichten. Nun kommt raus – er will nicht. Tatsächlich erscheint Luke als gebrochener Mann der sich komplett von der Macht los gesagt hat. Nach und nach kann Rey in Erfahrung bringen, dass dies mit der gescheiterten Ausbildung seines Schützlings Kylo Ren (Adam Driver) zu tun hat. Rey kann nur Teilerfolge feiern, so führt Luke Rey letztendlich doch in das Wirken der Macht ein. Doch ihre Hoffnung, über Luke zu erfahren, welche Aufgabe die Macht für sie in dieser Geschichte vorgesehen hat, erfüllt sich genau so wenig wie ihre Suche nach ihren Eltern. Und auch den Weg zurück tritt sie ohne Luke Skywalker an – aber immerhin mit einer neuen Mission.

Denn die Wege der Macht führten dazu, dass sie immer wieder in Kontakt mit Kylo Ren gerät und sich mit ihm unterhält und austauscht. Sie meint in Kylo immernoch das gute zu verspüren wie einst Luke es bei seinem Vater tat. Und so will sie ihn dazu bewegen, die Seiten zu wechseln. Dazu fliegt sie direkt zu Kylos Schiff, welches derweil weiterhin fröhlich das Rebellenschiff beschießt. Doch auch dieser Plan läuft nicht wie gewollt. So sind diese Verbindungen mit Kylo Ren nicht zufällig geschehen, sondern wurden durch Anführer Snoke (Gollumdarsteller Andy Serkis) inszeniert, wissend, dass Kylo zu labil und Rey zu unerfahren war, um diese Falle zu erkennen. Dieser will nun, da ihm Rey gegenübersteht die Gelegenheit nutzen, um Rey zu beseitigen und in Erfahrung zu bringen, wo sich Luke Skywalker befindet, um auch ihn zu beseitigen. Aber wie das eben so mit der dunklen Seite der Macht ist, sie macht arrogant. Und so erwacht in Kylo tatsächlich noch das gute und er ermordet Snoke. Danach kämpft er in einer epischen Szene mit Rey zusammen Hand in Hand gegen dessen Sonderbewacher. Nur um unmittelbar danach ins alte Muster zurück zu fallen. Er bietet Rey an, einfach mit ihm zusammen alles hinter sich zu lassen. Die aber will ihre Freunde von der Rebellion nicht im Stich lassen und so kämpfen die beiden aufs neue und wie schon im ersten Teil endet der Kampf in einem Unentschieden, bei dem auch Luke Skywalkers Lichtschwert zerbricht. Rey kann via Milleniumfalken entfliehen und ebenfalls sich den Rebellen auf Crait anschließen.

Dank der Macht kann sie sogar dafür sorgen, dass diese Hand voll Rebellen vom Planeten fliehen können. Doch der Hauptpart dieser Flucht gebührt Luke Skywalker, der letztendlich doch zurück zur Macht findet und in einer Chuck-Norris-Verdächtigen Szene die galaktischen Truppen nebst Kylo Ren ablenkt. Als die galaktische Regierung bemerkt, dass sie nur gegen ein Trugbild von Luke gekämpft hatten, sind die Rebellen bereits geflohen. Nahezu auf null dezimiert, aber immerhin wieder mit der Hoffnung, wieder etwas aufbauen zu können, da sie überlebt haben und sich eben nicht geopfert haben. Mit diesem Gefühl entlässt Episode 8 dann seinen Zuschauer in die nächste zweijährige Pause.

Damit und mit einer Szene, die viele Star Wars Fans vermutlich den Puls in die Höhe hat schnellen lassen. Denn Luke (Mark Hamill) befindet sich zwar immer noch auf Ahch-To, doch dieses Abbild von ihm hat Kraft gekostet. Zudem stellt er fest, dass er nun mit sich und mit der Macht im reinen ist. Zuvor war der der zur Legende auserkorene Messias des Universums, der als solcher, mit all seiner Kraft dennoch scheiterte, Ben Solo / Kylo Ren von der Abkehr zur dunklen Seite der Macht abzuhalten. Der in einem schwachen Moment diesen fast im Schlaf erschlagen hätte und erkennen musste, dass nicht einmal er als Legende und Held des Universums den Verlockungen der dunklen Seite der Macht widerstehen kann. Doch auch durch den Erfolg seines Ablenkungsmanövers und das finale Duell mit Kylo Ren fühlt er sich befreit und… löst sich auf. Wie einst Yoda auf Dagobar.

Zugegeben – es war immer meine große Angst, dass sie in diesem Film Luke Skywalker killen würden. Im Vorfeld wusste ich – wenn sie es machen, dann ist der Film für mich gestorben, da sie einen DER Helden meiner Kindheit killen würden. Doch als es dann tatsächlich so weit kam, hatte ich tatsächlich meinen Frieden mit ihm gefunden und konnte damit leben. Allein die Inszenierung war wunderschön, so ging auf Ahch-to eine zweite Sonne auf. Lukes Geschichte endete exakt so, wie sie damals auf Tatooine mit den zwei untergehenden Sonnen angefangen hatte. Ja. So konnte man Luke verabschieden. Nicht wie Obi-Wan, der sich im Kampf in einer ähnlichen Ablenkungsaktion von Darth Vader einfach niederstrecken lies. Legende Luke ging wirklich in aller Würde einer Jedi-legende. Vor allem etwas zurücklassend. Nämlich die Hoffnung des Universums zu sein, ein Sinnbild.

Denn die Finale Szene des Films zeigt die versklavten Kinder auf dem dekadenten Polizeistaat-Casinoplaneten Cantonica, wie sie die Geschichte des Rebellenheldens Luke Skywalker auf Crait erzählen. Einer der Kinder nutzt danach tatsächlich die Macht, um nach einem Besen zu greifen und blickt danach kehrend zu den Sternen. Eine wichtige Message hinterlassend – die Macht gehört nicht der Familie Skywalker, sie ist in jedem da draußen, überall kann man die Helden finden, die im Kampf um Gut und Böse ihrer Dinge nachgehen. So war auch Rey einfach nur das Kind von Schrotthändlern, die sie im Gegenzug zu einem Ticket weg vom Planeten einfach verkauft haben. Keine bedeutenden Jedis, sondern Abschaum. Und dennoch wurde sie zur Heldin. Und vielleicht würde das ja auch für diesen kleinen Sklavenjungen Temiri Blagg gelten. Denn sein Finger ziert ein Ring mit dem Wappen der Rebellen. Als Dieses Symbol lebt Luke weiter. Genau so, wie er eben in uns weiter leben wird. Ja, er ist ein Held meiner Kindheit. Aus Lego habe ich Jedi-Ausbildungscenter gebaut und Luke war der Akademieleiter. Und ich bin sicher, ich bin nicht der einzige Mensch, der irgendwann mal die Hand nach der Fernbedienung ausgestreckt hat, in der Hoffnung endlich Telekinese zu entwickeln und so auf der Couch liegen bleiben zu können. Daran wird auch Lukes Tod in dieser Form nichts ändern. Er wird immer da sein. Was er zu Kylo sogar selbst sagt.

An der Stelle kann man übrigens auch erwähnen, dass Adam Driver erneut einen grandiosen Schurken mit Kylo Ren abgibt. Dieser Charakter ist sowas von interessant gespielt wie man es in der Filmwelt wirklich selten hat. Man weiß nie so genau, ob man ihn für sein milchbubihaftes Möchtegernbösesein abgrundtief hassen soll oder eben die Hoffnung doch noch nicht aufgibt, ob da etwas gutes in ihm steckt. Die Art und Weise, wie er diese Zerrissenheit darstellt ist fast Oscarwürdig. So hat er nicht nur in Rey seinen Antagonisten, sondern auch mit General Armitage Hux (Domhnall Gleeson), welcher Kylos Autorität nie richtig anerkennt, der vom Alphamännchen bis hin zum Devoten Blödmannsgehilfen, der einfach nur 1:1 Rens Befehle wiederholt und wieder zurück zum herrischen Machtmenschen mutiert. Beide arbeiten in diesem Moment auch viel mit Blicken und entsprechendem silent acting, das sehr gut beim Zuschauer ankommt. Auch andernorts fällt der Film wirder durch extrem gutes Casting auf. Rose habe ich ja schon erwähnt, auch die Chemie, die sie entwickelt. Aber auch andere Personen wie z.b. auch Keydel Co Connix, die im Film eigentlich nichts wichtiges tut ausser zu zeigen, dass auch Carrie Fishers Tochter Billy Lourd eine Schauspielerin ist, oder Page Tico (Veronica Ngo) deren einzige Aufgabe es ist, auf einen Knopf zu drücken um Bomben abzuwerfen und dabei drauf zu gehen, wirken als wären sie irgendwie wichtig oder harmonieren einfach gut mit Mitspielern.

So kann man am Ende sagen – Star Wars ist ein sehr menschlicher Film. Er ist lang und hat extrem viel Story. Vermutlich sind deswegen auch so viele Leute da draußen nicht sicher, was man von dem Film halten soll. Ich behaupte – das ist so, weil sie diese bedeutungsschwangere Message aus Star Wars gar nicht mehr gewohnt sind. Actiongeladene Weltraumschlachten standen hier genau so wenig im Vordergrund wie pseudo-esotherisches Machtgehabe. Auch die Darstellung der Macht war wieder das, was sie sein sollte. In einer szene sieht man zum Beispiel, wie ein Laser in die Kommandozentrale des Rebellenhauptschiffes einschlägt und Leia in den Weltraum saugt. Was – wie jeder weiß – ein sofortiges Todesurteil wäre – ist hier aber für die Tochter Darth Vaders nicht das Ende. Dank der Macht schwebt sie schwer verletzt zurück an Bord. Im Ersten Moment dachte ich an der Stelle „Was für ein dummer scheiß ist das denn jetzt.“ Aber als irgendwann Luke die Macht in sich zurück fand und andeutete, was für ein gottähnliches Wesen er so sein kann, wurde klar, dass diese Szene mit Leia notwendig war. Einfach um zu zeigen, wie mystisch und unerklärbar die Macht ist. Hier ging es nicht um rumhopsende und springende Lichtschwertschwinger wie in den Episoden 1 bis 3. Luke und Leias Macht war nicht Mittel zum Zweck, sondern schlichtweg alles, was wichtig war und was sie umgab. Sie waren eins mit der Macht.

Ich sehe bei vielen Kritikern derweil durchaus ein, dass ein Film mit dieser Message und Machart ziemlich ungewohnt aufgenommen worden sein dürfte. Aber denen rate ich, unter der Prämisse sich den Film wirklich ein zweites mal anzugucken. Denn im Grunde ist keiner der bisherigen Filme der Message rund um Star Wars und der Macht so nah heran gekommen wie dieser, bzw. konnte ihn so gut vermitteln. Doch gerade die Episoden eins bis drei haben den gemeinen Star Wars Fan wohl erwarten lassen, dass alles nur noch actiongeladenes gehüpfe und storyseichtes Gespringe ist. Das ist „die letzten Jedi“ mal unter Garantie nicht. Es ist viel mehr auch ein Film über das Abschneiden alter Zöpfe und Gewohnheiten sowie einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft für ein Publikum, dass durchaus Probleme damit hat, alte Zöpfe und Gewohnheiten abzustreichen und in die Zukunft zu blicken. Anders kann man sich die Reaktionen auf Lukes Tod an die Adresse von Regisseur Rian Johnson nicht erklären. Ich blase nicht in dieses Horn. Denn was wollte man dem Film denn wirklich vorwerfen? Ja, er ist lang. Aber in einer Art, in der ich sagen würde, dass er eigentlich Stoff für zwei FIlme gehabt hätte. Ich wüsste nämlich nicht, was man groß hätte kürzen können.

Höchstens der Casinoplanet, der ein wenig deplaziert wirkte. Doch auch nur, weil er zwei Protagonisten aus diesem Closed-Room-Szenario hinaus riss, in dem man sie eigentlich weiter sehen wollte. Doch erzählerisch machte Cantonica auch sinn und vor allem vermittelte er etwas, was in Star Wars wichtig ist – das Cantina-Bar-Feeling, das zeigt, dass das Universum vielfältig ist und in dieser Vielfalt dennoch zusammen existieren kann. Von daher kann ich dafür keine Abzüge geben. Was sonst? Der teilweise etwas marveleske Humor vielleicht? Ja, auch hier, der Film wäre ohne Humorszenen gut ausgekommen, doch man muss eben auch etwas Tribut an seine Kundschaft sowie das aktuelle Zeitgeschehen zollen, ein paar kecke Sprüche brauchts hier und da. Und so deplaziert er manchmal auch wirkte, so charmant und freundlich war er wiederum serviert. Vor allem die kleinen Porgs waren an Niedlichkeit nicht zu überbieten. Der Humor kam dadurch quasi „versöhnlich“ daher, wissend, dass er eigentlich gerade nicht in die intensive Story passt. Daher auch hier – nein, ich finde keinen Grund für Kritik. Für mich ist mein Urteil über Star Wars Episode 8 – die letzten Jedi daher Zwei-Sonnenklar. Den habe ich nicht zum letzten mal gesehen, von mir gibts 6 von 6 Laserschwertern. Möge die Macht mit euch sein. Euer Dannimax.

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